Sprachförderung
Innerhalb der Sprachförderung an unserer Schule ist es unser Ziel, den Schülern konkrete Hilfen anzubieten, damit sie den steigenden Anforderungen gewachsen sind und sich Bildungskarrieren positiv entwickeln können. Defizite sollten möglichst in der Orientierungsstufe aufgearbeitet werden, um eine erfolgreiche Mitarbeit in den höheren Klassen zu gewährleisten.
Unsere Schule hat daher nach Wegen gesucht, Sprachförderung so zu gestalten, dass ein intensiver, am Individuum orientierter, liebevoller Kontakt zu den Schülern entstehen soll, um diesen individuell betreuen und fördern zu können. Dabei geht es um Individualisierung und Differenzierung des gesamten (sprachlichen) Lernens; nach dem Motto: Jedes Kind ist wichtig, keines bleibt zurück.
Diese Förderung gliedert sich wie folgt:
1. Sprachfördergruppen in den Klassen 5 und 6/Schwerpunkt Rechtschreibung
Der Klassenverband wird in diesen Unterrichtsstunden zugunsten von Kleingruppen aufgelöst. Unterrichtet werden die Kleingruppen von Deutschlehrern unserer Schule, meist unterstützt von der jeweiligen Klassenlehrerin/des Klassenlehrers.
Grundlage für diese Binnendifferenzierung ist die Münsteraner Rechtschreibanalyse der Universität Münster. Zentrales Anliegen der Rechtschreibanalyse ist es, „eine differenzierte Diagnose der Stärken und Schwächen der Kinder vorzunehmen, damit sie genau dort unterstützt werden können, wo sie es nötig haben.“ [1] Um die bereits vorliegenden Kompetenzen zu erfassen, als auch Fehlerhäufigkeiten und Fehlerschwerpunkte des jeweiligen Schülers zu ermitteln, werden sogenannte Paper-Pencil-Einzeltests durchgeführt und ausgewertet. Informationen der Lehrkräfte runden das diagnostische Bild des Schülers ab. Die Auswertung des Tests in Form eines „Leistungsprofils“ ist aufgrund der übersichtlichen Darstellung nicht nur für die Lehrer aufschlussreich, sondern auch gut für die Hand der Eltern geeignet.
Eine Evaluation erfolgt am Ende des Jahrgans 5/6 durch Wiederholung des Eingangstestes.
2. Fördergruppen im Rahmen des Dortmunder Förderprojekts „Sprachliche Kompetenz“
Deutsch ist nicht nur ein Unterrichtsfach, sondern ein Medium des Unterrichts, welches in jedem Fach von Bedeutung ist. Sprachliche Defizite in diesem Bereich wirken sich nicht nur negativ auf das Fach Deutsch aus , sondern auf die gesamte Schulkarriere. Schüler mit Migrationshintergrund brauchen oft besondere Unterstützung um diese Defizite ausgleichen zu können. Der Förderunterricht im Rahmen des Dortmunder Förderprojektes setzt hier seinen Schwerpunkt. Dieses Förderprojekt ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Universität Dortmund, der RAA der Stadt Dortmund und der Stiftung Mercator und bietet Förderunterricht zusätzlich zum regulären Unterricht.
Unterrichtet werden die Schüler von Studierenden der Universität Dortmund, die in spezifischen Lehrveranstaltungen auf ihre Aufgaben vorbereitet werden. Die Gruppengröße umfasst nur 3-5 Schüler, sodass eine individuelle Förderung weitestgehend möglich ist und die Schüler dennoch in dieser Gruppe voneinander und miteinander lernen können.
Grundlage zur Bildung dieser Fördergruppen sind neben der Berücksichtigung der Münsteraner Rechtschreibanalvse vor allem Langzeitbeobachtungen der Klassenlehrer sowie des Fachlehrers.
Die Wirksamkeit der Fördermaßnahme wird wissenschaftlich überprüft und begleitet.
An unserer Schule arbeiten zur Zeit sechs Förderlehrer, die sich sowohl um die Schüler in der Orientierungsstufe kümmern als auch Schüler in den höheren Klassen sprachlich und fachlich fördern.
[1] Lernserver, Interaktive Förderdiagnostik, Uni Münster, Prof. Dr. F. Schönweiss & Team