Profimusikern die Schau gestohlen
Als Pianist Julian Jia vor anderthalb Jahren bei der Mozart-Gesellschaft gespielt hat, war der Chinese erst 14 Jahre alt. Nun ist er 16 und riss die Gäste des 1. Benefizkonzertes aller fünf Dortmunder Rotary Clubs im Konzerthaus zu Begeisterungsstürmen hin.
Die Idee zu diesem Konzert habe es schon lange gegeben, freute sich Heinz Klöcker, Präsident des Rotary Clubs Dortmund-Neutor, in seiner Begrüßungsansprache, dass nun endlich realisiert wurde.
Plan ist, alle zwei Jahre ein Benefizkonzert zu organisieren, und 2010 zur Kulturhauptstadt Europa ein besonderes rotarisches Projekt zu initiieren. Knapp 40 000 Euro Erlös soll der Förderung von Instrumentalensembles an Dortmunder Schulen zugute kommen.
Die Jugendlichen dankten im voraus: Die Bläserklasse Stufe 7 der Hauptschule Hörde, verstärkt von Blechbläsern der Hauptschule Eving, spielte unter Leitung von Markus Faßbender mitreißend ein "Seemanns-Abenteuer", und die Bläserklasse Stufe 6 der Gustav-Heinemann-Gesamtschule entführte unter Leitung von Amadeus H. Gehlert spritzig zu den Piraten in die Karibik.
Jugendlichen Schwerpunkt hatte auch das Programm der Dortmunder Philharmoniker unter der Leitung von Ekhart Wycik. Stürmisch spielte es die 1. Streichersinfonie von Mendelssohn, die dieser als Zwölfjähriger komponiert hat.
Großer Virtuose
Und das Mozart-Klavierkonzert trug ganz die Handschrift von Julian Jia. Der 16-Jährige hat einen wunderschönen Mozart-Ton, einen weichen, aber trotzdem klaren Anschlag und eine brillante Technik. - dass Julian Jia auf dem besten Weg ist, ein großer Virtuose zu werden, zeigte er in der Zugabe, der fulminant und sicher herausgespielten 6. Ungarischen Rhapsodie von Liszt. Festlicher Ausklang war Beethovens 7. Sinfonie. Richtig gelungen war die "dritte Halbzeit" im Foyer, wo die "Junior Winds" der Musikschule unter Kevin Godden für beste Stimmung sorgten. - JG
Montag, 19. März 2007 | Quelle: Ruhr Nachrichten (Dortmund)