Beratungsstelle
Die Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche , junge Erwachsene und Eltern (… als Teil des Psychologischen Beratungsdienstes der Stadt Dortmund/Jugendamt) bietet seit vielen Jahren eine so genannte „Offene Sprechstunde“ an der Hauptschule Hörde an, die montags im 2-Wochen-Rhythmus von 9.30 – 11.00 Uhr stattfindet. Insgesamt hat die Beratungsstelle Hörde an sechs Schulen des Einzugsbereichs Offene Sprechstunden etabliert, niederschwellige Angebote, die quasi eine Schnittstelle bilden zwischen beraterischer und präventiver Arbeit.
Primäre „Zielgruppe“ sind Schüler und Schülerinnen, die das Angebot bei Schwierigkeiten im Leistungs- oder Sozialkontaktbereich, bei Familienproblemen oder sonstigen persönlichen Fragestellungen bzw. Schwierigkeiten in Anspruch nehmen können.
Weiterhin steht die Offene Sprechstunde auch Lehrern und Lehrerinnen zur Verfügung, soweit es sich um Fragen handelt, die sich im Kontext Schule/Schülerinnen und Schüler/Eltern bewegen.
Eltern betroffener Schülerinnen und Schüler können die Offene Sprechstunde aufsuchen, wenn diese seitens der Schule – oder auch von ihren Kindern selbst – über diese Möglichkeit informiert wurden.
Das „System Schule“ – sprich: Schulleitung und Kollegium – ist generell über die Offene Sprechstunde informiert und akzeptiert die für eine erfolgreiche Arbeit notwendigen Voraussetzungen:
Die Prinzipien der Arbeit von Beratungsstellen für Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern gelten auch für die Arbeit „vor Ort“ in der Schule:
- Freiwilligkeit der Inanspruchnahme
- Kostenfreiheit
- Vertraulichkeit der Zusammenarbeit (Schweigepflicht )
Die räumlichen Gegebenheiten vor Ort (Beratungszimmer) sollen derart existieren, dass Beratungsgespräche usw. weitestgehend ungestört durchgeführt werden können.
Schülerinnen und Schülern wird es grundsätzlich ermöglicht – nach Absprache mit den jeweiligen Lehrern bzw. Lehrerinnen – wahlweise in den Pausen und/oder während des Unterrichts die Sprechstunde aufzusuchen.
Soweit neben Lehrerinnen/Lehrern auch z. B. Schulsozialarbeiter/-pädagogen o. ä. an einer Schule tätig sind, ist diesbezüglich ebenfalls eine Kooperation möglich.
In bzw. während der Offenen Sprechstunden können die aufgeworfenen Fragestellungen oder Probleme besprochen, bearbeitet bzw. mehr oder weniger gelöst werden (… oder auch – noch – nicht). Wenn es sinnvoll ist und gewünscht wird, können sich aus solchen Gesprächen vor Ort auch diverse weitere Kooperationsformen entwickeln, zum Beispiel familientherapeutische Sitzungen in der Beratungsstelle, supervisorische Hilfestellung für/mit/in einer Klasse, gemeinsame Gespräche unter Einbeziehung Dritter usw. Je nach Lage der Dinge können auch andere relevante Institutionen benannt und Ratsuchende dorthin verwiesen werden, soweit dies sachlich-fachlich angezeigt ist.
Die Offenen Sprechstunden an Schulen stellen einen Teil der gemeinwesenorientierten Arbeit dar und sind – neben der so genannten „Komm-Struktur“ – auch Ausdruck einer seit langem existierenden „Geh-Struktur“ im Arbeitsalltag einer Beratungsstelle. Das Einbeziehen lebensweltlicher Kontexte (auch und gerade bei Schülern und Schülerinnen) sowie die institutionelle Vernetzung und Kooperation können dabei durchaus als wichtige Qualitätsmerkmale beschrieben werden, die auch in Zukunft nicht zuletzt im Hinblick auf laufende Veränderungsprozesse im „System Schule“ (Stichwort: Ganztagsschule bzw. Ganztagsbetreuung) Relevanz haben werden. Insgesamt zeigt die Akzeptanz der Offenen Sprechstunden an Schulen vor allem durch Schüler und Schülerinnen, aber auch durch Lehrer und Lehrerinnen, dass dieser Schritt der Beratungsstelle Hörde ein Schritt in die richtige Richtung war, das Kooperationsfeld „Jugendhilfe – Schule“ aktiv mitzugestalten.
An unserer Schule findet die Sprechstunde des Leiters der Beratungsstelle, Herrn Fuß, immer montags (14-täglich) in der Zeit von 9.45 – 11.15 Uhr im Elternsprechzimmer (Erdgeschoss) statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.